Ophthalmologie - Laserchirurgie mit Glasfasern

Laserchirurgische ambulante Eingriffe in der privaten Praxis oder Klinik haben sich in den letzten Jahren als chirurgische Operationsmethode etabliert und durchgesetzt. Gerade bei ambulanten Eingriffen gut durchbluteter Areale hat die Laserchirurgie einen entscheidenden Vorteil: Aufgrund des exzellenten Koagulationsverhaltens sind die Eingriffe mit dem Hochleistungs-Diodenlaser äußerst blutungsarm und können mit geringem zeitlichen Aufwand elegant unter Einsatz flexibler Lasersonden in Lokalanästhesie direkt im Eingriffsraum der Praxisklinik durchgeführt werden. Darum hat sich die biolitec Vista im Bereich der Ophthalmologie auf die Behandlung mit Laserchirurgie spezialisiert. 

 

Mit einer extrem dünnen Laserfaser kann das biolitec®-Lasersystem sicher und präzise an den empfindlichen Strukturen des Augenapparats und unter Einsatz des Kontakt-Modus genutzt werden. Im Vergleich zu anderen Lasern der Non-Kontakt-Methode verhindert der Kontakt-Modus der Faser das Risiko der Schädigung umliegender Bereiche durch den Laser. Nur bei Kontakt mit dem Zielgewebe wird die Energie des Diodenlasers mit einer Wellenlänge von 1470 nm in sehr kurzen Impulsen aktiviert mit dem Ergebnis, dass die gesamte Energie des Lasers sofort an der Spitze der Faser absorbiert wird. Die Tiefe der Thermalschädigungen ist deshalb minimal.

NEU

Die neueste Entwicklung der biolitec® ist die speziell für mikrochirurgische Eingriffe entwickelte „Sharp tip“-Faser mit einer nadelförmigen Faserspitze: Diese Faser ist in vier verschiedenen Aufsetzpunkt-Durchmessern (0,25 mm; 0,20 mm; 0,15 mm und 0,10 mm) erhältlich und ist damit die erste Laserfaser weltweit, die ohne angekoppelte oder adaptierte separate Endungen schneiden und koagulieren kann. Mit ihr können in noch nicht da gewesener Präzision auf kleinstem Raum chirurgische Eingriffe ausgeführt werden. Durch den speziellen biolitec®-Diodenlaser ist in bewährter Funktion bei der Wellenlänge 1470 nm Schneiden und Koagulieren gleichzeitig möglich. 

Ein Laser-Skalpell aus einem homogenen Glasfaserstück. 

Anwendungsbereiche

  • Blepharoplastik (Augenlid-Straffung, Entfernung von überschüssigem Gewebe und Fetteinlagerungen): Diszission, Endokoagulation und Lipolyse
  • Sicca Syndrom: („Trockenes Auge“): Verengung / Verschluss des abführenden Tränenwegs (Laser Koagulation zur Punctum stenosis)
  • Dacryocystorhinostomie (DCR): Eröffnung von Membranen und Stenosen im ableitenden Tränenweg
  • Tränende Augen (Epiphora): Eröffnung des abführenden Tränenweg (Laser Tip endoprobing)
  • Tumorchirurgie (Benigne Fibrome, Xanthelasmen, Xanthome, etc.): Koagulation, Vaporisation und Exzision
  • Teleangiektasien (erweiterte Blutgefäße): Koagulation unter Vergrösserungssicht
  • Chalazion („Hagelkorn“), Hordeola („Gerstenkorn“): Vaporisation und Koagulation der Enzündung/Zyste in/um die Meibom- oder Zeis-Drüse bei weitgehender Erhaltung des Drüsengewebes
  • (Orbita-)Hämangion: Koagulation und Vaporisation